Von Ostpreußen über Rheinland-Pfalz nach Bayern

Viele Jahre habe ich die Unterlagen und Daten zu meiner Familie gesammelt. Daraus ist eine in der Zwischenzeit umfangreiche Chronik entstanden, die nun in Teilen den Weg auf diese Homepage finden soll.

Da standen Sie nun, die zwei weißen Ordner mit den gesammelten Dokumenten der Familie Mangasser. Mein Opa mütterlicherseits hat sie über Jahre zusammen getragen und nach seinem Tod habe ich sie übernommen. Zwei Jahre standen sie unberührt, aber eines Tages fange ich an, die Dokumente zu sortieren und tauche ein in die Vergangenheit. Ich lese staunend in den Unterlagen und erfahre so Stück für Stück mehr über meine Familie. Seit dem lässt mich das Ahnenfieber nicht mehr los, auch wenn einige Pausen in der Forschung dabei waren, die im Nachhinein, da nun auch meine Oma mütterlicherseits als letzte aus meiner Großelterngeneration verstorben ist, leider keine mündlichen Ergänzungen mehr erlauben.

So viel über die Familie meiner Mutter vorhanden war, so wenig war am Anfang bekannt über den Familienzweig meines Vaters. Seine väterliche Linie kommt aus dem ehemaligen Ostpreußen, aus der Gegend von Königsberg und musste wie viele andere auch im Zweiten Weltkrieg von dort fliehen. Damit sind einige der Unterlagen und Dokumente leider unwiderbringlich verloren gegangen aber doch überraschend vieles auch erhalten geblieben.

Für die Zeit der Geburt meines Urgroßvaters gibt es in Deutschland leider keine verfügbaren Kirchenbücher mehr. Auch im Bestand der polnischen Staatsarchive gibt es aus dieser Zeit keine Kirchenbücher mehr. Somit wird die Suche hier schwierig. Damit lässt die Familienhistorie der Familie Lange bisher nur bis zu meinen Urgroßeltern zurück verfolgen. Wie man allerdings in der Rubrik "Was ist neu" nachlesen kann, sind zumindest über die Familie meiner Urgroßmutter etliche Daten aufgetaucht. Einige Anfragen bei Behörden und Ämtern - unter anderem beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes haben allerdings einige interessante, aber auch erschütternde Familiengeschichten zu Tage gebracht.
Die Gefangennahme der Schwester meines Opas während des Zweiten Weltkriegs und ihr Tod im GULAG in Russland sind die traurigen Kapitel dieser Geschichte.

Auch über die Familie meines Vaters mütterlichseits wusste ich lange Zeit nichts, obwohl diese aus Bayern, genauer der Oberpfalz stammt. Bekannt war, dass seine Mutter unehelich geboren wurde und es insgesamt eine sehr komplizierte Familiengeschichte ist.
Dann Ende 2012 tauchten in vergessenen Kartons Familienalben aus der Zeit meiner Großeltern auf, unter anderem viele Bilder meines Großvaters aus Ostpreußen und aus seiner Militärzeit während des Zweiten Weltkrieges. Daneben brachte der Kontakt zum Standesamt in Donaustauf Licht in die komplizierte Familie meiner Großmutter. Nach Jahren öffnete sich so ein Fenster in die Vergangenheit meines Vaters.