Kriegsgeschichten Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg nahm meinem Großvater den Vater und auch mein zweiter Urgroßvater kam verletzt aus diesem Krieg wieder heim

Kriegseinsatz meines Urgroßvaters Peter Mangasser

Mein Urgroßvater Peter Mangasser wird am 25. Juni 1914 zur Ersatz-Reserve eingezogen. Am 02. Januar 1815 begann für ihn der Krieg. Damit begann auch für die kleine Familie zuhause in Landstuhl eine entbehrungsreiche Zeit. Es gab zwar eine Unterstützungszahlung, die allerdings sehr niedrig war. Die Frauen der Kriegsteilnehmer "erhielten zwei Jahre lang {...] monatlich im Sommer neun, im Winter zwölf, für jedes Kind sechs Mark. Eine Mutter mit drei kleinen Kindern kam daher auf maximal 30 Mark, brauchte aber ohne die Miete und Kleidung einzubeziehen mindestens 60 Mark zum Leben. Mitte 1916 wurde die Grundsumme auf 15 Mark, seit dem Januar 1917 endlich auf 50 Mark angehoben. Zu dieser Zeit waren jedoch die Preise für Nahrung, Wohnung und Kleidung längst auf und davon geeilt: Baumwollstoffe zum Beispiel hatten sich um 1400, Wollstoffe um 1700 Prozent verteuert." (Wehler, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1914-1949, S. 72)

Am 4. März 1916 schrieb er seiner Frau von der Front einen Brief in dem er ihr mitteilt, dass es für ihn nun ins Schlachtfeld geht. Dies ist auch in der Kriegsrolle eingetragen.

Vom 28. März bis 22. Mai 1916 war er an den Stellungskämpfen an der Somme, zunächst Peronne beteiligt. Er kam allerdings am 29. Mai 1916 wegen einer alten Operationswunde ins Etappen Lazarett Bohain, aus dem er am 31. Mai 1916 als genesen zur Kompanie entlassen wurde.

Vom 17. Juni bis 26. Juli war er in der Schlacht an der Somme, der verlustreichsten Schlacht im Ersten Weltkrieg mit einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten.

Vom 09. September bis 14. Oktober 1916 war er dann in der Schlacht in den Karpaten eingesetzt.

Vom 06. November bis 03. Dezember 1916 an den Gefechten bei Rutua Tobys in Siebenbürgen.

Vom 04. Dezember 1916 bis 13. Dezember 1917 in der Verteidigungsschlacht im Gyimes-Uz-Gebiet eingesetzt.

Vom 24. Januar bis 16. Februar 1917 war er bei den Stellungskämpfen bei Pisniarki in Galizien eingesetzt. Während dieser Zeit schrieb er seiner Frau einen zweiten Brief in dem er berichtet, dass sie gerade in der Nähe von Lemberg in Galizien sind und dort ein wenig Stellung hatten. Sei doch besser wie im Gebirge "stehst unter freiem Himmel bei so einer Kälte. Wir haben hohen Schnee und sehr kalt." Er bedauert auch, dass er wohl keinen Urlaub bekommen wird.  Es wird der letzte Brief bleiben, den Peter schreibt.

Peter Mangasser stirbt am 16. Februar 1917 in Huta Werchobuska an einer Lungenentzündung. Die Beerdigung fand einen Tag später statt. Der Beerdigungsort liegt in der heutigen Ukraine, nähe Zakrow.

Kriegseinsatz Erster Weltkrieg meines Urgroßvaters Josef Schrottenloher

Auch mein Ugroßvater Josef Schrottenloher wird am 04. April 1916 zum 11. Infanterieregiment, 1. Rekruten Dep. einberufen und als Schütze ausgebildet. Im August 1916 kämpft er zuerst im Argonner Wald bevor es dann für ihn in die Schlacht an der Somme ging. Danach vom 04. Oktober 1916 bis 01. April 1917 nahm er an den Stellungskämpfen in Franz. Flandern teil.

Vom 02. April bis zum 13. April ist dann die Frühjahrsschlacht bei Arras eingetragen. Danach wieder in Flandern eingesetzt. Diese Kämpfe dezimierten die Kompanien von rund 100 Mann auf 25 bis 30 Mann. Er kämpft in Flandern bis zum 15. Januar 1917 und ist nach zwei weiteren Einsätzen schlussendlich bis 20. September 1917 in Flandern eingesetzt.

Dort wurde er am 20. September 1917 mittags um 12 Uhr durch einen Granatsplitter verletzt und lag dann sehr lang im Lazarett. Zuerst im Feldlazarett 159 und dann im Reservelazarett Bamberg, Abt. St. Petrus Krankenhaus.

Am 11. Januar 1918 wurde Josef Schrottenloher nach Mintraching entlassen. Befindet sich dann aber vom 15. Januar 1918 bis 28. Februar 1918 nochmals im Vereinslazarett I in Regensburg.

Kriegseinsatz meines 3-fachen Urgroßonkels Ernst Louis August Werning

Zwar ein sehr entfernter Verwandter, aber die Geschichte ist von daher erwähenswert, da Ernst Louis August Werning ebenfalls im Ersten Weltkrieg kämpfte, allerdings auf Seiten der Amerikaner. Ernst Louis August Werning ist das achte Kind meiner 3-fachen Urgroßeltern Friedrich August Werning und Friederike Henriette Vogt aus Heepen.

Ernst Louis August Werning war 1913 mit dem Schiff Immperator von Hamburg aus in die USA ausgewandert. Er kam am 08. August 1913 in New York an und wurde dann Farmer in Montana, USA.

Im September 1918 wurde er dann zur amerikanischen Armee eingezogen.